Ich sitze in irgendeinem Zug irgendwo im Osten Deutschlands und warte darauf das die Fahrt weiter geht. Ein Wochenende Berlin liegt hinter mir. Das Mädchen vom Land alleine in der großen Stadt. Man sollte denken, dass wenn mann alleine unterwegs ist, man voller Gedanken ist. Nichts da. Auch wenn ich die Stadt ja schon ein wenig kenne, so kurz vor Weihnachten ist doch nochmal alles anders. Meine Gehirnwindungen sind bei der Eiseskälte ganz und gar eingefroren.Und ich bin tatsächlich ein bisschen fasziniert, dass soviel Schnee in Berlin liegt und wie schön es ist, abends durch die Straßen zu laufen wenn es schneit und der feine, hauchzarte Schnee im dunkeln glitzert als ob jemand ganz viele kleine Kristalle ins Licht geworfen hat. 
Es ist Sonntag früh am morgen und ich muss feststellen, dass nicht nur in der Pfalz schon am Sonntag morgen fröhlich und heitere ältere Herrschaften unterwegs sind, alle mit einem Plastikbecher mit Sekt gefüllt in der Hand. An jeder Station steigen mehr Menschen mit Sektflaschen zu. Da soll doch noch mal jemand behaupten wir Pfälzer sind versoffen. Die Sonne scheint, draussen glitzert der Schnee und mir geht das Lied „Walking in a winter wonderland“ nicht aus dem Kopf.
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