Dienstag, 24. November 2009

talkin' about weather

Seit zwei Tagen ist das Wetter wie es sein sollte kurz bevor der Winter eintrifft: Grau, nass, kühl. Normalerweise also Ende Oktober. Mittlerweile neigt sich der November dem Ende zu und knapp zwei Monate mit jede Menge Sonnenschein und verhältnismäßig warmen Wetter liegt hinter uns. Jeder einzelne Kanadier mit dem ich in den letzten Monaten zutun hatte, freute sich über das Wetter und könnte noch einige Zeit so weiter machen. Ich dagegen hatte gehofft schon bald nach meiner Ankunft hier Schnee zusehen. (Einen Hauch von Schnee hab ich auch schon im Algonquin Park gesehen, aber eben nur einen Hauch). Laut Wettervorhersage wird das aber auch nichts mehr.
Apropos Wetter. Die Kanadier lieben es über das Wetter zu sprechen. Ich habe zwar schon darüber gelesen, aber so richtigt bewusst mit erlebt hatte ich es noch nicht. Aber es stimmt. Beispiel: Mit das erste was ich gefragt werde, wenn Leute rausfinden das ich aus Deutschland komme ist, wie denn bei uns das Wetter so ist. (Einer dachte doch tatsächlich bei uns wäre es kälter, eine andere dachte bei uns wären die Jahreszeiten vertauscht. Und ich dachte die Kanadier sind schlauer als die Amis). Die Nachrichten bringen alle 15 Minuten eine Wettervorschau und wie das Wetter gerade in diesem Moment ist, nachts, morgens und mittags war (war, nicht sein wird!).
Morgen soll es wieder regnen und um meine langsam aufkommende Angst, rechtzeitig alle Weihnachtsgeschenke zusammen zuhaben, habe ich mich entschlossen morgen wieder mit dem Bus nach Toronto zu fahren. Da letzte Woche das Wetter so schön war und ich die meiste Zeit mit Sightseeing verbracht habe, ist das jetzt das perfekte Wetter um Torontos unterirdisches Leben zuerkunden.
Es gibt nämlich tatsächlich ein 27 Kilometer langes unterirdisches Einkaufs- und Vergnügungsviertel in Toronto: PATH – The underground City. Perfekt für schlechtes Wetter und für jemanden wie mich, der seinen Regenschirm gerne vergisst und deshalb keinen besitzt. Da es im Untergrund nicht regnet, brauch ich auch keinen.

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