Fernsehwerbung geht den meisten auf die Nerven. Ich schließe mich da nicht aus, mit einigen Ausnahmen. Dann nämlich, wenn ich gerade eine sehr lange Zeit hinter mir habe in der ich keinen Fernseher mein eigen nennen konnte. So geschehen vor noch gar nicht allzu langer Zeit. Ohne Fernseher lässt es sich tatsächlich ganz gut leben, vorrausgesetzt man hat Internetzugang. Denn damit kann man nicht nur kommunizieren, einkaufen und sich informieren. Nein, mittlerweile kann man auch ziemlich viele Serien, Nachrichten und Fernsehfilme ganz bequem auf dem eigenen Laptop oder Computer anschauen. (Fast) ganz ohne Werbung.
Nichtsdestotrotz (und dank langsamer Internetverbindung) bin ich hier mittlerweile wieder unter die Fernsehschauer geraten. Was anfangs noch wirklich Spaß gemacht hat, denn schließlich kannte ich (außer der Schwangerschaftstestwerbung und dem VW Abspann) keinen einzigen Spot, ist zur Tortur geworden. Würde man aus allen Sendungen die Werbung herausschneiden, blieben am Ende bei einer halbstündigen Show wohl nur 15 Minuten übrig. Meine Vermutung.
Heute morgen habe ich mir mal die Zeit genommen und die Zeit von einem Werbeblock zum nächsten während einer ein-stündigen Show gestoppt. Ergebnis: Die ersten 21 Minuten waren werbefrei, dann kamen 5 Minuten Werbung. 6 Minuten Show. 4 Minuten Werbung. 2 (!!!) Minuten Show. 4 Minuten Werbung. 7 Minuten Show. 3 Minuten Werbung. 2 Minuten Show. Werbung.
Meine nächste Investigation galt dem Inhalt der Werbung. Und mit Erstaunen (oder auch weniger, denn wenn ich mir es recht überlege, wundert es mich kein bisschen) habe ich festgestellt, dass die Mehrheit der Spots etwas mit Gesundheit und allgemeinem Wohlbefinden zu tun hat. Ein Lottospiel wird mir joggenden Leuten beworben, Milch mit Knochenkrankheit, Vitaminzusätze helfen generell dem Wohlbefinden, Viagra macht Werbung mit müden Männern die wieder munter werden, ein Spot befasst sich nur mit Hände waschen, lokales Gemüse ist besser für die Gesundheit, Jenny Craig hilft beim abnehmen, und so weiter und so fort.
Der Rest der Werbung besteht aus Autos (wieso darf eine japanische Automarke in seinem Spot ungefähr 10 Mal das Wort 'smart' benutzen ohne in einen Konflikt mit dem Auto 'smart' zu geraten?) und Geldanlagen.
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