Dienstag, 27. Oktober 2009

Bowlingtypen

Atze Schröders Look-a-like spielt in meiner Bowlingliga.Original Haare, Brille, Outfit, Sprüche – nur eben auf englisch. Ich muss ihn nur anschauen und könnte mich weghauen vor lachen. Ich glaube er denkt ich wäre total bescheuert, ich habe es noch nicht geschafft ihm zu erklären warum ich ihn so lustig finde. Meine nächste Mission. Wenn ich denn das Haloween Bowling überstehe.
Ein weiterer lustiger Geselle in der Runde ist Bam. Ein zwei Meter großer Hüne, dessen schwarzer Jogginganzug nicht unbedingt seine Körperfülle kaschiert und dadurch eigentlich mehr einer Bowlingkugel ähnelt. Aber ein Strike nach dem anderen wirft und nicht müde wird mir zu erklären wie ich am besten ziele. Meine Taktik: gar nicht zielen, einfach werfen und hoffen der Ball rollt gerade aus in Richtung Pins und haut sie alle weg. Klappt nicht immer. Aber mit den Tricks die mir die anderen beibringen wollen haut es auch nicht wirklich hin. Immerhin schaffe ich es jede Woche über meinen Durchschnitt zu kommen, und wie mir Bob versichert, ist alles was über 100 Punkte liegt, super.
Bob ist ein leidenschaftlicher Bowler und sein Lieblingswort ist 'Honey'. Ich weiß nicht ob er einfach alle Frauen so nennt, weil er sich keine Namen merken kann und es so unkompliziert ist oder ob nicht vielleicht nur bowlt um Frauen näher zukommen und sie mit seinem 'Honey' umschmeicheln will. Er sitzt ganz vorne direkt hinter der Bahn und ich werde das Gefühl nicht los er macht das nur wenn gerade ein weibliches Wesen oben steht. Die Tatsache das er dort auch sitzt wenn Sandy spielt, lässt mich aber alles wieder zurück nehmen.
Sandy ist etwa hundert Jahre alt, aber fit wie ein Turnschuh. Sie sieht aus als würde sie zerbrechen, sobald sie eine der schweren Bowlingkugeln in die Hände nimmt, schafft es aber jedes Mal den Ball mit beiden Händen in die richtige Richtung zu lenken und die meisten Pins (wenn auch mit seeeehr langsamer Geschwindigkeit) wegzuhauen und danach alle umstehenden Menschen mit überraschend kräftigem Handschlag abzuklatschen.
Dann gibt es noch die Profis, die ihre eigenen Bälle haben, die Armschützer (oder stützer) tragen und vor jedem Wurf erstmal ihre Bowlingbälle mit einem Tuch gründlich abreiben müssen. Ein Strike ist nicht der Rede wert, bei den Männer geht es darum wer die meisten Turkeys bekommt. Das heißt, wer am meisten dreimal hintereinander alle Pins auf einmal umhaut. Gewettet werden darf natürlich auch und ist sogar erwünscht, denn der Gewinner bekommt den Pott und gibt eine Runde aus.

1 Kommentar:

  1. Und wann sehen wir dich und deine Bowling-Liga auf Eurosport? ;o)
    LG

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