Whoaaa. Knapp zwei Wochen bin ich schon im Mutterland des Eishockeys. Ich kann immer noch nicht richtig glauben das ich jetzt hier lebe. Im Moment fühlt sich alles noch an wie Urlaub. Der Gedanke an die Zukunft ist noch ausgeblendet. Ich habe absolut keine Ahnung was sie bringt, aber ich hoffe sie kommt bald. Es ist komisch von der eigenen Wohnung, einem Job (wenn auch nur ein 1,5 Tage/Woche Job), von einem eigenen, selbstständigen Leben plötzlich in Ungewissheit zu stürzen. Keine Frage, ich habe immer noch das Gefühl das richtige zu tun. Aber die Warterei auf meine SIN macht mich ein wenig unruhig. Ich will endlich arbeiten duerfen.
Eine neue Erkenntnis habe ich heute in meinem Freitags-Wie-bewerbe-ich-mich-richtig-Workshop gewonnen: Kanada mag kein Parfüm. Ärzte bedanken sich schon vorher bei ihren Patienten mit Schilder „Thanks for not wearing any fragrances“ und bei Jobinterviews gehört es sich einfach nicht nach Parfüm zu riechen. Und auch sonst sind alle Nasen empfindlich und am besten soll man einfach nach nichts riechen. Hmmm....dafür habe ich kein Verständnis. Naja, schon. Billiges Parfüm ist einfach schrecklich. Aber ich rieche gerne gut und ich rieche auch gerne andere Menschen mit gutem Parfüm. Der olifaktorische Faktor spielt bei mir eine sehr große Rolle. Und jetzt muss ich darauf verzichten und unscheinbar werden. ;)
Ab dem 26. Oktober ist es in Kanada nicht mehr erlaubt mit dem Handy am Ohr hinterm Steuer zu sitzen. Wie lange ist das bei uns schon nicht mehr erlaubt? Ich dachte immer hier sind die Menschen ein bisschen fortgeschrittener als bei uns. Stimmt aber nicht. Große Autos, billiges Gas (in Deutschland würde sich niemand über 99 Cent teueres Benzin beschweren), und das einzige worum ich sie in ihrem Autos beneide sind die Kaffeebecherhalter an allen erdenklichen Stellen im Auto. Apropos Handy. Ich will eins. Kann mir aber noch keins holen, bevor ich nicht weiß wo ich lande. Dabei habe ich mich heute schon in eins verliebt: ein Blackberry Storm. Aber anderes Land, andere Handygewohnheiten. Ich kann mir hier kein Handy holen, wenn ich spaeter wo anders wohnen werde. Es gibt auch Nachteile wenn man im zweitgroessten Land der Erde wohnt.
Heute habe ich zum ersten Mal eine Werbung im Fernsehen gesehen, die wir auch in Deutschland haben: Ausgerechnet für einen Schwangerschaftstest, der einem nicht nur verrät das, sondern auch wie lange man schon schwanger ist. Eigentlich hätte ich mit einer L'oreal Werbung oder ähnlichem gerechnet, aber nicht mit einem Schwangerschaftstest...when doubt is not an option. Die einzige andere Werbung, oder besser: der Schluß der Werbung ist Volkswagen. Das Auto. Gleiche Stimme, gleiche Art. Nur anderes Vorspiel. Und ich würde gerne mal sehen wer hinter dieser Stimme steckt.
Morgen (Sonntag) fahre ich in den Algonquin Park um die schönsten Herbstfarbenblätter der Welt im Sonnenschein zusehen. Wenn ich dann auch noch rausgefunden habe wie ich hier mehr Bilder als die kleinen am Rand einfügen kann, gibt es auch Bilder zu sehen.
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